„Nothing's Older Than Yesterday“ – NICHTS IST ÄLTER ALS GESTERN

Pfingstsamstag war vom Wetter her eher ein durchwachsener Morgen. Regen war laut Wetterbericht nicht auszuschließen. Wir ließen uns davon aber nicht abhalten und machten einen Ausflug in die Wachau. Ganz spontan und voller Vorfreude gings los. Überraschenderweise ist das Wetter während der Fahrt immer schöner und sonniger geworden.

Lange schon freuten wir uns – wie derzeit wahrscheinlich so viele Menschen – endlich wieder spontan  entscheiden zu können. Die große Sehnsucht nach Gastfreundlichkeit in einem Wirtshaus oder Restaurant, einem Kaffeehaus, bei den Winzern oder sonst wo genießen und stillen zu können. Endlich war es soweit und die Wachau zeigte sich uns von der schönsten Seite.

Wir fühlten uns sehr Willkommen – ein schönes Gefühl.

 

Während der Fahrt hörten wir einen Song von Cari Cari: „Nothing’s older than Yesterday“ – NICHTS IST ÄLTER ALS GESTERN ein toller Song. „Nicht warten….., die Fahrt nicht verpassen…., Bewegung…., schau nicht zurück…., nichts ist älter als gestern…. “, usw. Meine ganze Aufmerksamkeit ging in diesem Moment zu dem Lied. Der Song inspirierte mich und mein Entschluss stand fest: mein nächste Blog-Artikel behandelt das Thema Vergangenheit – NICHTS IST ÄLTER ALS GESTERN.

 

 

 

 

NICHTS IST ÄLTER ALS GESTERN ist ein Gedanke, den man zulassen kann und sich selbst eine Frage zu stellen: „lebe ich im Hier und Jetzt oder lebe ich eher in der Vergangenheit?“

 

Im Coaching tauchen immer wieder Themen der Vergangenheit auf. Auch in der Konfliktbearbeitung geht es oft um vergangene Erlebnisse und die damit verbundenen negativen Erfahrungen. Gemachte Erfahrungen, verbunden mit Schmerz können sehr hartnäckig sein und beeinflussen oft massiv die Gegenwart. Viele Menschen tun sich schwer, die Vergangenheit als das zu sehen was sie letztendlich ist - nämlich vorbei.

Sie wühlen in der Vergangenheit und hängen mehr oder weniger fest. Die ganze Aufmerksamkeit ist nach hinten gerichtet. Das Geschehene lässt sich nicht mehr verändern, dennoch spielt man es Tag für Tag, Woche für Woche, vielleicht sogar Monat für Monat wieder und wieder durch – und die Menschen merken gar nicht, dass ihnen dabei die Gegenwart abhanden kommt.

 

Erlebnisse der Vergangenheit haben die Tendenz, den Blick für die Gegenwart zu verstellen.  Vergangenheit darf in ihrer Auswirkung daher nicht unterschätzt werden.

Im Handumdrehen sind sie wieder da, die alten Muster und diese diktieren die Gegenwart.

 

Ein Unternehmer, der einen Vergangenheitskonflikt zu bewältigen hat, sagte kürzlich zu mir:

 „Vergangenheit muss man abstrampeln, um den Kopf für die Lösungen in der Gegenwart freizubekommen.“

Und meine Schwiegermutter, 90 Jahre alt, meint: „Vergangenheit ist wie vergossene Milch – es macht keinen Sinn, diese vom Boden aufsaugen zu wollen – die ist weg.“

Bücken wir uns daher nicht um „vergossene Milch“ – richten wir den Fokus auf die Gegenwart. Kreieren wir „gegenwärtige“ Lösungen und machen unseren Kopf dafür frei.

 

Natürlich gibt es in der Vergangenheit auch die vielen positiven Erlebnisse und die schönen Erfahrungen. Ab und zu in Erinnerungen zu schwelgen hat ja auch bekanntlich noch niemanden geschadet.

 

Auch eine Herausforderung in der Vergangenheit gemeistert zu haben, sich der gewonnenen Stärken bewusst zu werden, ist durchaus ein guter Ansatz für die Gegenwart. Das dabei gewonnene Selbstvertrauen, das aus der Bewältigung einer schwierigen Situation entstanden ist, kann sehr hilfreich sein.

 

Die Vergangenheit und ihre Themen sind also per se nicht das Problem. Probleme entstehen nur, wenn die Sehnsüchte mit Schmerz verbunden sind und negative Erfahrungen im JETZT ständig wiederbelebt und mit all den verbundenen schmerzlichen Erinnerungen durchlebt werden.

 

Die Vergangenheit ist so was von vergangen – die kommt nicht wieder, das ist vorbei. Lassen Sie nach Möglichkeit das bindende Vergangenheitsgezerre los. Wenn Sie es alleine nicht können oder nicht alleine machen wollen, holen Sie sich Hilfe.

Leben Sie die Gegenwart so gut Sie können! Bleiben Sie in Bewegung, wie im Song von Cari Cari, „nothing’s older than Yesterday“ – NICHTS IST ÄLTER ALS GESTERN.

 

Ich biete Ihnen dazu ein paar Fragen an:

  • Wie erleben Sie das Hier und Jetzt?
  • Ist Ihre Aufmerksamkeit eher in der Vergangenheit? 
  • Ist Ihre Aufmerksamkeit in der Gegenwart?
  • Was fällt Ihnen spontan zu Ihrer Vergangenheit ein?
  • Was fällt Ihnen spontan zu Ihrem Hier und Jetzt, Ihrer Gegenwart ein?
  • Was würde passieren, wenn Sie sich für einen Augenblick die Erlaubnis geben und anerkennen könnten, dass die Vergangenheit vergangen und vorbei ist?
  • Können Sie das, möchten Sie das?
  • Wenn ja, was würde sich konkret dadurch verändern?
  • Können Sie in der Vergangenheit gemachte Erfahrungen für die Gegenwart nutzen?
  • Wenn ja, welche wären das?
  • Woran würden Sie erkennen, dass die Gegenwart ein Beginn von etwas ist – was wäre das?

 

Vielleicht sind Sie noch vergangenheitsorientiert oder vielleicht haben Sie bereits den Kopf für die Möglichkeiten und Lösungen der Gegenwart frei.

Es macht Sinn, Dinge aus der Vergangenheit loszulassen und dafür die Gegenwart und den Moment bewusst zu erleben. Übermäßiges Verharren in der Vergangenheit blockiert jedenfalls den Augenblick und die damit verbundenen Möglichkeiten des Hier und Jetzt.

Vergangene Ereignisse lassen sich nicht ungeschehen machen. Nutzen Sie die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die Gegenwart.

Unser gemeinsamer Tag in der Wachau ist auch bereits wieder Vergangenheit.  Es war ein sehr schöner Tag mit wunderbaren Erlebnissen. Gelebte Gastlichkeit und freudvolle Menschen. Strahlender Sonnenschein

als Draufgabe für diese zauberhafte Landschaft und eine Inspiration zu diesem Blog-Artikel.

NICHTS IST ÄLTER ALS GESTERN – die Vergangenheit ist so was von vorbei, die kommt nicht mehr!

Weiter geht’s ! Das Leben reicht uns jeden Tag erneut die Hand!

 

Ich wünsche Ihnen viele gute Tage in der Gegenwart!

 

 

Ihre Doris Jandl-Albrecht

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