VON SEHNSÜCHTEN UND VISIONEN

Haben Sie manchmal auch so ein Gefühl, einfach nur raus und weg.

Erinnern wir uns einmal zurück:

das Jahr war durchgeplant. Die Urlaube eingetragen und die Kataloge zum Durchstöbern stets griffbereit. Oder stellen wir uns diesen Luxus vor, einfach spontan mit unseren Lieben und Freunden etwas trinken gehen, schnell nach der Arbeit einen Kaffee und vielleicht noch ins Kino. Wissen Sie noch, als Sie im Cafe, im Restaurant, in der Eisdiele oder sonst wo öffentlich gesessen sind? Dort eben, wo Begegnungen stattfinden.

Ein flüchtiger Gruß zum Nachbartisch. Menschen zu sehen, schauen, welche Kleidung getragen wird, Gespräche aufnehmen, flirten oder die neuesten Tratschgeschichten hören. Sie wissen schon:

„hast du das schon gehört – also, so eine Geschichte aber auch.“ Schon erscheint das eigene Leben leichter und das Schinkenstangerl oder der Kaffee schmeckt unter Umständen noch ein bisschen besser.

Oder das gemeinsame Freuen. Meine Güte war das schön, sich ausgelassen mit guten Freunden zu treffen oder einfach eine Party zu besuchen.

 

Das innige Verlangen nach selbstverständlichem Austausch will gestillt werden.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht von Geburt an Bezugspersonen. Wir sind auf Beziehungen zu Anderen angewiesen. Die Alltagssehnsucht nach Gemeinsamkeit und Freiheit ist sehr präsent.

Ich erzähle Ihnen eine Geschichte aus meinem Leben, die mit Sehnsüchten und letztendlich mit VISION zu tun hat:

Es ist mehr als 20 Jahre her, als ich mit dem Motorrad nach Südtirol fuhr, um dabei das Stilfserjoch zu erleben. Das war damals ein must-have unter Motorradfahrern, diese weltberühmte Stelvio Hochalpenstraße musste man einfach gefahren sein. Es ist nicht leicht, denn es sind viele sogenannte Spitzkehren zu bewältigen. Ich hatte echten Respekt und es war eine große Herausforderung ohne umzukippen anzukommen. In höchster Konzentration schaffte ich diese Kehren und kam oben erschöpft aber sehr glücklich an.

Es war überwältigend, dieser Blick runter auf diese schwierige Strecke und der Panoramablick über die majestätischen Berggipfel. Diese Herausforderung gemeistert zu haben, war ein unglaubliches Gefühl. Ich spürte eine Form von Freiheit und grenzenloser Möglichkeiten. Es breitete sich in mir eine unglaubliche Stärke und Kraft aus und ich traf damals eine Entscheidung, die mein weiteres Leben auf völlig neue Beine stellte. Das „Sehnsuchtsdrängen“ in mir wurde ein klares Bild und ich wusste in genau diesem Augenblick, ich werde das schaffen. Dass das damals auch Teil meiner VISION war, wusste ich noch nicht.

Unsere SEHNSÜCHTE und Träume sind Hinweise und die mögliche Vorstufe zu einer VISION. Wenn eine große SEHNSUCHT, ein großer Traum den Anspruch erhebt, Wirklichkeit zu werden, entsteht eine Kraft die bahnbrechend ist. Für das kleine „Denkhirn“ unvorstellbar.

Eine VISION zu haben verlangt Aufmerksamkeit. Vielleicht möchten Sie einmal schauen, wo Ihre SEHNSÜCHTE und auch Träume hingehen. Raus aus dem „wünscheln“ und rein in Ihre VISION!

Hören Sie in sich hinein, wonach ist Ihnen und da meine ich nicht das, was unmittelbar zu stillen wäre. Nicht die  Alltagssehnsüchte sind gemeint, sondern vielmehr geht es darum zu schauen, wie Sie Ihre Lebenszeit gestalten können, erfüllen möchten. Dahinterzukommen, was Sie letztendlich aus tiefsten Innerem antreibt. Ganz hoch gestellt könnte man dazu auch sagen, wozu sind wir auf dieser Welt – was sehen wir als unsere Aufgabe.

In einem Zitat von Coco Chanel heißt es: „Mode ist nichts, was nur in der Kleidung existiert. Mode ist in der Luft, auf der Straße. Mode hat etwas mit Ideen zu tun, mit der Art wie wir leben, mit dem, was passiert.“ Heißt für mich übersetzt: ihre VISION Mode zu kreieren, hatte für sie viel mehr als nur ein Kleidungsstück zum Anziehen zu nähen.

 

Ein guter Freund hat die VISION das Wohnen für ältere Menschen auf andere neue zusätzliche Beine zu stellen. Er widmet sich dem Thema mit voller Kraft und lässt all seine Erfahrungen in seine VISION einfließen.

Ein weiterer toller Unternehmer, sagt mit fortgeschrittenem Alter, „jetzt erst recht, ich habe noch viel zu tun, denn meine VISION ist die Kraft der Umsetzung von schier unmöglichen Dingen. Ich will etwas

bewegen!“

Vielleicht haben Sie auch die VISION Ihrem Leben noch einmal eine ganz neue Richtung zu geben.

 

Was könnte nun Ihre VISION sein?

Probieren Sie vielleicht folgendes aus:

Setzen Sie sich bewusst mit diesem Gedanken auseinander und versuchen Sie in den nächsten sagen wir mal jedenfalls 2 Wochen (oder auch mehr) alles zu sammeln, was Sie anspricht.

Ist das vielleicht ein Spruch, der Ihnen auffällt. Oder ein Film, der Sie nicht mehr loslässt. Ein Auto, das Sie schon immer haben wollten, einen neuen Partner oder überhaupt einen Partner. Diese Ausbildung oder Weiterbildungen, um….. Diese Flasche Wein, die als ganz besonders eingestuft wird und Sie länger die SEHNSUCHT in sich tragen, einmal ein eigenes Weingut zu besitzen. Sie haben vielleicht einen „trockenen“ Job und wollen Ihrer neu entdeckten Kreativität Raum geben – da war ohnehin schon lange eine tiefe SEHNSUCHT. Der neue Lebensabschnitt könnte die ersehnte Freiheit bringen, damit endlich……  Vielleicht das Haus, die Wohnung am Meer oder was auch immer. Seien Sie aufmerksam und lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf.

Bei einem Vortrag in Brand in Vorarlberg – eine sehr schöne Gegend – vor bestimmt mehr als 16 Jahren, war eine Frau, die in Ihrer VISION ein kleines Häuschen am Meer sah „ein ganz kleines Häuschen, eh ganz

bescheiden, das wäre schon schön“, meinte sie. Sie schwärmte von der Wärme, der Freiheit, vom Meer und den Menschen, denen sie begegnen wird. Was allerdings auch dabei war, sie traute sich nicht

wirklich, diese VISION zu verbalisieren, als hätte sie ein schlechtes Gewissen dabei. Der Vortragende meinte dazu: „das ist eine schöne VISION, darfs denn auch ein wenig mehr sein, also auch ein wenig größer.

Es könnte durchaus sein, dass jemand gerade jetzt ein Haus verkaufen möchte, das aber vielleicht ein wenig größer ist, aber alles hätte, was sonst Ihr Herz begehrt, abgesehen davon, dass Sie sich auch

die Erlaubnis an sich dafür geben.“

Sie war ganz erstaunt und ein wenig irritiert und sagte schließlich kräftig: „ja, selbstverständlich, genau das will ich. “

Was meinte er damit:

Geben wir unserer VISION freien Raum zur Entfaltung!

Wir alle können wesentlich mehr, als wir zu denken im Stande sind.

Wir tragen ungeahnte Potentiale in uns.

 

Wenn Sie sich mit Ihrer VISION beschäftigen, werden viele Hinweise kommen. Die Zeichen werden für Sie sichtbarer werden. Sammeln Sie alles, was Ihnen unterkommt beim Gedanken an Ihre

VISION  – nicht bewerten, einfach zulassen. Wenn Sie genügend Material beisammen haben, schauen Sie sich alles mit dem zweiten Blick an. Was passt und was hält dem zweiten Blick vielleicht nicht mehr Stand. Sortieren Sie das was wirklich für Sie in Frage kommt und beginnen Sie Ihr „VISION BOARD“ zu kreieren.

Visualisieren Sie Ihre ganz eigene VISION.

Ich darf Ihnen noch einen wichtigen Hinweis mitgeben:

Wenn Sie Ihre VISION gefunden haben, gehen Sie damit achtsam um. Nicht jeder muss Ihre VISION verstehen, geschweige denn, Ihrer Meinung sein.

Ihre SEHNSÜCHTE sind mögliche Baustoffe zu Ihrer VISION.

Aus den Elementen Ihrer SEHNSÜCHTE wird die VISION gebaut.

Unsere SEHNSÜCHTE haben eine Kraft -  nützen wir sie -  jeden Tag!

 

Ihre Doris Jandl-Albrecht

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